Tumor­erkrankungen im Kopf-Halsbereich

Krebsfrüherkennung

Weit über 90% aller bösartigen Erkrankungen des HNO-Fachgebiets kann man durch endoskopische Untersuchungen ohne großen Aufwand im Rahmen einer ambulanten Vorsorgeuntersuchung erkennen.

Hierfür haben wir eine leistungsfähige Videooptikeinrichtung, die auch über Jahre den Vergleich mit den Voruntersuchungen ermöglicht. Gerade Raucher sollten sich mindestens einmal im Jahr untersuchen lassen, da bösartige Tumore im HNO Fachgebiet langsam wachsen und so frühzeitig erkannt und mit geringem Aufwand abgeklärt und behandelt werden können.

Waren oder sind Sie beruflich schadstoffexponiert kann Ihr Risiko für eine bösartige Erkrankung des HNO-Fachgebiets sogar noch deutlich höher sein. Prof. Maier ist einer der führenden Experten auf dem Gebiet beruflich verursachter Krebserkrankungen und steht Ihnen hier mit Rat und Tat zur Seite.

Die zunehmende Zahl von Krebserkrankungen durch humane Papillomaviren (HPV) ist ebenfalls seit Jahren einer unserer Forschungsschwerpunkte. Es besteht die Möglichkeit mit Hilfe eines Labortests, den wir in der Praxis durchführen können, zu überprüfen, ob Ihr Risiko hier erhöht ist. Bitte sprechen Sie uns an.

Arbeiter in der Bauindustrie

Eine Höchstrisikogruppe für Krebserkrankungen des oberen Atmungs- und Verdauungstraktes?

Beschäftigte in der Bauindustrie weisen ein erhöhtes Risiko für Plattenepithelkarzinome im Bereich des oberen Aerodigestivtraktes auf. Dies ist einerseits auf den hohen Alkohol- und Tabakkonsum in dieser Berufsgruppe zurückzuführen. Anderseits scheint die berufliche Exposition gegenüber einer Reihe von Schadstoffen wie z.B. Asbestfeinstaub, Steinkohleteerinhaltsstoffen, Metall-, Holz- und Zementstaub und Farben das Krebsrisiko wesentlich zu beeinflussen.

In den Heidelberger Fall-Kontrollstudien wurde auch nach statistischer Bereinigung möglicher Alkohol- und Tabakeffekte ein statistisch signifikant erhöhtes Risiko für Rachenkarzinome (RR=2.5), sowie für Kehlkopfkarzinome (RR=2.3) bei Bauarbeiter ermittelt. Während 23.3% der Tumorpatienten als Bauarbeiter beschäftigt waren, war dies lediglich bei 8.2% der Kontrollpersonen der Fall. Eine Stichprobenanalyse des Patientengutes der AOK Heidelberg ergab das 21.2 % der an einem bösartigen Tumor im Bereich des oberen Aerodigestivtraktes erkrankten Männer im Baugewerbe beschäftigt waren. Diese Beobachtungen werden durch eine Reihe von internationalen Studien bestätigt.

Nach unserer Einschätzung sind Männer im Alter von 45 – 65 Jahren mit regelmäßigem Alkohol-und/oder Tabakkonsum , die über einen langen Zeitraum im Baugewerbe tätig waren oder sind als Höchstrisikogruppe zu betrachten. Der Einsatz von Früherkennungsmaßnahmen erscheint sinnvoll und aus gesundheitsökonomischer Sicht vertretbar und sollte dringend in Erwägung gezogen werden.

Download: Arbeiter in der Bauindustrie (PDF)